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Warnsignal
und Vorboten des Schlaganfalls
Irrtum: Ein
Schlaganfall kündigt sich nicht
an.
Falsch! Der Schlaganfall kommt fast nie aus heiterem Himmel. Häufig
gibt es schon Wochen und Monate vorher die ersten Signale - nur
werden sie selten richtig gedeutet. Die Chance, den Schlaganfall
zu verhindern, wird dann meistens vertan.
In vielen Fällen treten Vorboten des Schlaganfalls als sekunden-
oder minutenlanges Erblinden auf einem Auge, Sehen von Doppelbildern,
"pelziges" Gefühl auf Zunge und Lippen, vorübergehende
Lähmungen oder Taubheit in Armen oder Beinen, Schwindel, kurzzeitige
Sprachstörungen oder als rasende Kopfschmerzen auf.
Jeder zweite Schlaganfall könnte verhindert werden, wenn man
die Warnzeichen ernst nehmen und sofort den Arzt aufsuchen würde.
Irrtum:
Einen Schlaganfall kann man nicht vorbeugen.
Falsch! Risikofaktoren wie zu hoher Blutdruck, zu hohe Blutfettwerte,
Zuckerkrankheit, Übergewicht, starkes Rauchen und Bewegungsmangel
kann man wirksam bekämpfen. Wenn beispielsweise hoher Blutdruck
rechtzeitig behandelt wird, lassen sich etwas vierzig Prozent der
Schlaganfälle vermeiden. Die Behandlung des Bluthochdrucks
gilt somit als eine der wirkungsvollsten Maßnahmen zur Verhütung
des Schlaganfalls.
Darüber hinaus helfen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen,
Verengungen in der Halsschlagader frühzeitig zu erkennen und
durch Operationen Schlaganfälle zu verhindern. Auch auf diese
Weise kann das Leben vieler Menschen gerettet qwerden.
Klinische
Zeichen für ein Vorliegen eines
ischämischen Insultes
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Schwäche,
Lähmung oder Gefühllstörung einer oder mehrere
Gliedmaßen, üblicherweise halbseitig verteil |
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Gesichtsschwäche
oder Asymmetrie (gleichseitig oder gegenseitig zur Gliedmaßenschwäche) |
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Sprachstörung
und andere neuropsychologische Störungen |
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Sprechstörung
(Dysarthrie) |
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Sehverlust:
monokulär oder binokulär, Gesichtsfeldausfälle,
homonyme Hemianopsie |
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Bewußtseinsveränderung:
Verwirrtheit, Erregtheit, Stupor oder Koma (initial eher selten),
Epileptischer Anfall |
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Schwindel,
Doppelbilder, einseitiger Hörverlust, Übelkeit, Erbrechen,
Ataxie (bei Hirnstamm- und Kleinhirnischämie) |
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Kopfschmerzen,
Meningismus (Subarachnoidalblutung) |
15 wichtige
Fragen, welche bei einem Schlaganfall
der Klärung bedürfen!
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Liegt überhaupt
ein Schlaganfall vor? |
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Beruht
der Schlaganfall auf einer Hirnblutung oder einem Arterienverschluß? |
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Wo liegt
die Quelle der verschleppten Blutgerinnsel? |
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Kommt der
Patient für eine chemische Gerinnselauflösung in Frage? |
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Hat sich
der Verschluß der Hirnarterien möglicherweise schon
spontan aufgelöst, so daß eine Behandlung mit gerinnselauflösenden
Substanzen für den Patienten wegen Blutungsgefahr lebensbedrohlich
wäre? |
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Liegt eine
durch Druckabfall in den Hirnarterien erzeugte Durchblutungsstörung
vor? |
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Machen
Art und Schwere der Lähmungszeichen des Patienten eine
Maximaltherapie mit hohem Nebenwirkungsrisiko erforderlich oder
kann ein gutes Ende mit weniger riskanter Therapie erreicht
werden? |
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Muß
der Patient riskanten Untersuchungen unterzogen werden, um schwere
bleibende Lähmungen zu verhindern? |
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Ist mit
weitere Schlaganfällen in den nächsten Stunden und
Tagen zu rechnen? Wie können Sie verhindert werden? |
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Welche
neurophysiologischen Untersuchungsverfahren sind erforderlich
und wann (zum Beispiel Messungen der Blutströmung in den
Hirnarterien, elektrische Hirnstromkurven, Druck in der Schädelkapsel,
etc)? Was bedeuten Meßergebnisse für dei weitere
Behandlung? |
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Welche
neuen Hirnschutz-Medikamente sind in welcher Dosierung für
diesen speziellen Patienten geeignet? |
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Wann, womit
und wie drastisch muß der Hirndruck in der Schädelkapsel
gesenkt werden, wenn das infarzierte Gehirn lebensbedrohlich
anschwillt? |
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Wie schnell
muß gehandelt werden? Bis wann spätestens muß
welche Maßnahme ergriffen werden? |
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Wer kann
dem Patienten rechtzeitig den Mikrokatheter in die Hirnarterien
vorschieben, um gerinnungsauflösende Substanzen zu applizieren?
Wer entscheidet, wann und ob diese Methode sinnvoll ist? Welche
Maßstäbe werden für diese Entscheidung angelegt? |
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Ganz zu
schweigen von neuartigen Untersuchungstechniken, die am Horizont
bereits auftauchen: Wer, wenn nicht der Neurologe, soll mit
Ultraschall durch den Schädel in das Gehirn hineinblicken
und die Anflutung von Ultraschallkontrastmittel mit dem Blutstrom
durch die einzelnen Hirnregionen beobachten?
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